Geschützte Dienste
Ein geschützter Dienst umfasst bis zu 16 Ports (TCP, UDP oder beides). Erlaubt sind nur Loopback, die Whitelist und aktive Freigaben.
Port Knocking (SPA)
Der sicherste offene Port ist ein geschlossener. ServerBouncer hält RDP, SSH, SMB oder SQL für alle gesperrt und öffnet sie nur für Geräte, die sich mit einem signierten Paket ausweisen.
Ein geschützter Dienst umfasst bis zu 16 Ports (TCP, UDP oder beides). Erlaubt sind nur Loopback, die Whitelist und aktive Freigaben.
sbc knock <host> <dienst> sendet genau ein UDP-Paket, signiert mit dem Ed25519-Schlüssel des Geräts. Dafür sind keine Administratorrechte nötig.
Die Freigabe gilt für die Quell-IP und den Dienst, 15 Minuten bis 12 Stunden (Standard 60), und schließt sich automatisch oder sofort auf Befehl.
sbc knock server.example.com rdp aus. Das schickt ein einziges UDP-Paket an den SPA-Port des Servers (Standard 62201).Der Server antwortet auf das Klopf-Paket nie, auch nicht bei Fehlern. Für Angreifer sieht der SPA-Port deshalb genauso aus wie ein geschlossener Port. Ob die Freigabe geklappt hat, sehen Sie daran, dass die RDP-Verbindung danach zustande kommt.
serverbouncer.json: Access:SpaEnabled = true, optional ein anderer Port über Access:SpaPort (Standard 62201).sbc access services set rdp --ports 3389 --protocol both. ServerBouncer prüft vorher, ob Sie sich damit selbst aussperren würden, und warnt in diesem Fall.Ja, genau einer: der UDP-Port für SPA (Standard 62201, frei wählbar). Diesen Port legt ServerBouncer in der Windows-Firewall automatisch an, sobald SPA läuft, und entfernt die Regel wieder, wenn SPA aus ist. Alle geschützten Dienste wie RDP bleiben zu.
Liegt vor dem Server noch eine weitere Firewall oder ein Router mit NAT (z. B. beim Hoster oder im Rechenzentrum), muss dort UDP 62201 zum Server weitergeleitet werden – genauso wie heute RDP weitergeleitet wird.
Warum ist ein offener UDP-Port unbedenklich? Der Listener prüft zuerst ein Rate-Limit je Absender, dann Format und Signatur. Er antwortet nie, führt nichts aus und öffnet nichts ohne gültige Signatur eines registrierten Geräts. Gefälschte Pakete werden auch nicht als Angriff gewertet, damit niemand fremde Adressen sperren lassen kann.
Der Client ist das Kommandozeilen-Werkzeug sbc.exe, das mit ServerBouncer ausgeliefert wird. Für knock und device keygen sind keine Administratorrechte nötig.
sbc access device keygen laptop-annasbc access device add laptop-anna --public-key <schlüssel>sbc knock server.example.com rdp --minutes 30Am Server selbst geht es noch kürzer: sbc access device add <name> erzeugt den Schlüssel und registriert ihn in einem Schritt.
Heute gibt es den Client nur für Windows. Das Paketformat ist offen und dokumentiert (UDP, Ed25519-signiert, höchstens 256 Byte); Clients für weitere Plattformen stehen auf der Roadmap:
Bis dahin gibt es zwei Wege für Geräte ohne Windows-Client: ein Windows-Rechner, der für Sie klopft (die Freigabe gilt dann für dessen Adresse – sinnvoll, wenn beide hinter demselben Anschluss sitzen), oder eine befristete Freigabe für Ihre IP-Adresse, die ein Administrator in der Web-Oberfläche oder mit sbc access grant rdp <ip> erteilt.
sbc access open --local alle geschützten Dienste befristet (Notfallzugang).Brute-Force-Schutz reagiert auf Fehlanmeldungen. Ein Exploit gegen RDP braucht keine Anmeldung. Ist der Port für alle Adressen ohne Freigabe gesperrt, erreicht das Paket des Angreifers den Dienst gar nicht – deshalb ist es die einzige Abwehr, die auch unbekannte Exploits stoppt.
Startet im Lernmodus – Sie sehen zuerst, was gesperrt würde.